Rückblick Stützpunktübung

Am Samstag um 14.05 Uhr wurden wir dann zur Stützpunktübung alarmiert. Diese übung findet einmal jährlich in einer der 10 Gemeinden des Stützpunktes Spaichingen statt. Anlässlich unseres Jubiläums waren wir diesmal Ausrichter der übung. Angenommen wurde ein Brand in der Rundballenlagerhalle auf dem Hof der Fam. Hess im Stockäcker. Dieser wurde ausgelöst durch eine Schulklasse beim Hofbesuch. Drei Personen galten als vermisst. Da die Hofstelle als besonders gefährdet gilt, wurde hier schon vor Jahren ein Alarmplan, der auf der Feuerwehrleitstelle hinterlegt ist, erstellt. Somit wurden mit der Alarmmeldung die Feuerwehren aus Spaichingen und Dürbheim automatisch mitalarmiert. Die Feuerwehr aus Spaichingen unterstützte uns sogleich bei der Menschenrettung, die Feuerwehr Dürbheim begann sofort eine zweite Wasserleitung zu legen da die Wasserversorgung für so einen "Großbrand" nicht ausreichend ist. Fast zeitgleich wurden die anderen Feuerwehren des Stützpunktes alarmiert. Dies sind die Feuerwehren aus Aldingen, Aixheim, Denkingen, Dürbheim, Frittlingen, Hausen o.V., und Mahlstetten. Die Feuerwehren aus Aixheim und Hausen o.V. wurden hinter der Lagerhalle eingesetzt um ein übergreifen der Flammen auf das Stallgebäude zu verhindern. Die Feuerwehren aus Aldingen, Denkingen und Mahlstetten wurden vornehmlich zur Wasserversorgung eingesetzt. Die Feuerwehr Mahlstetten unterstütze die Därbheimer Kameraden mit einer Wasserleitung von Därbheim her kommend. Die Feuerwehren aus Denkingen und Aldingen stellten die Wasserversorgung vom Sebastiansbrunnen her welcher aus ausgiebigste Wasserquelle innerhalb der Gemeinde gilt. Da vermutlich aufgrund der trockenen Witterung ein ansaugen am Sebastiansbrunnen nicht möglich war, mussten andere alternativen gefunden werden. Des weiteren Staute sich der Verkehr auf der B 14 innerhalb kürzester Zeit nach Spaichingen und Dürbheim. Die Feuerwehren aus Aldingen und Denkingen lösten dies jedoch bravourös und holten von zwei leistungsstarken Hydranten Wasser. Durch Funkenflug von der Heulagerhalle wurde mittlerweile die Werkstatt in Brand gesetzt. Zwei Arbeiter wollten Geräte retten, konnten das Gebäude jedoch aufgrund der Rauchentwicklung nicht mehr verlassen. Hier wurde die Feuerwehr aus Frittlingen zur Brandbekämpfung eingesetzt. Erschwerend kam hinzu, dass ein tausend Liter Behälter mit einer unbekannten Flüssigkeit vor dem Zugangstor abgestellt war. Ein hineinkommen zur Personenrettung mit der Feuerwehrausrüstung mitsamt Atemluft war kaum möglich, ein Retten der Personen durch diesen engen Zugangsweg ausgeschlossen. Nun musste zuerst festgestellt werden um was für einen Stoff es sich handelt. Nachdem bekannt war, dass es sich um Düngemittel handelt, welches jedoch als Brandbeschleuniger wirkt, entschied man sich zum Umpumpen der Flüssigkeit. Nun konnte auch dort mit der Rettung der Personen begonnen werden. Bei der Abschlussbesprechung in der Gemeindehalle, war Kreisbrandmeister Hagen mit der Übung zufrieden. Er verwies darauf, das für eine Schlauchleitung solcher länge eine Zeit von ca. 45 min in die Einsatzplanung kalkuliert werden müsse. Kritik übte er an den hohen drücken die in den Verstärkerpumpen gefahren wurden. Dadurch wurden Schlauchplatzer, genauer zwei, gefordert. Insgesamt wurden bei dieser Übung ca. 2,4 km Wegstrecke, welches ohne Reserve ca. 120 Schläuche entspricht, verlegt. Die längste Wegstrecke fast etwa 5,4 m³ Wasser bis vorne überhaupt ein Tropfen Wasser herauskommt. Diese Dimensionen mussten von den Einsatzkräften mit viel Manpower und Logistik abgearbeitet werden. Bürgemeister Götz bedankte sich ebenfalls bei den Einsatzkräften für Ihr schaffen und spendierte ebenfalls ein Vesper. Allen Helfern, welche dieses Wochenende wiederum zu Erfolg für die Feuerwehr Balgheim werden ließen, ein herzliches Dankeschön.

 

15.11.2011